Dienstag, 26. Juli 2016

Rezension: Septembermeer

Gabriela Jaskulla: Septembermeer
Klappenbroschur (458 Seiten), € 14,99
Roman, Insel Taschenbuch
ISBN 978-3-458-36150-3
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
„Ein Segelboot im Sturm. Skeptisch beobachten die Bewohner der kleinen Ostseeinsel den Kampf der beiden Segler gegen die Wellen. Wieder irgendwelche unerfahrenen Landratten, die sich bei einem solchen Unwetter aufs Meer hinauswagen! Sie ahnen nicht, dass ihre verschworene Gemeinschaft durch die zwei Schiffbrüchigen bald gehörig aufgemischt wird: Die umtriebige Svea und der stets zögerliche Daniel wollen auf der Insel einen Neuanfang wagen – und Teil dieses neuen Lebensglücks soll eine Buchhandlung sein. Eine Buchhandlung? Hier? Überhaupt stellt die Neue viel zu viele Fragen, und er fotografiert alles und jeden, der ihm vor die Linse kommt. Doch die Neugier siegt! Es kommt zu ersten zögerlichen Annäherungen und ersten Freundschaften. Alles scheint sich zu fügen, bis etwas geschieht, womit niemand jemals gerechnet hätte …

Covergestaltung: 
Das Cover ist wundervoll gestaltet und hat auf Anhieb mein Interesse für diesen Inselroman geweckt.

Meine Meinung: 
"Septembermeer" von Gabriela Jaskulla habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen. "Buchhandlung als Lebensglück": diese paar Wörter haben gereicht, um mein Interesse für diesen Roman zu entfachen, sodass ich mich für ein Leserundenexemplar beworben habe. Zudem passte die Ostseeinsel als Schauplatz natürlich sehr gut zur Jahreszeit. Inselromane lese ich in den Sommermonaten liebend gern.
Doch bereits nach den ersten Kapiteln habe ich das Buch erst einmal wieder zur Seite gelegt, da sich schnell das Gefühl in mir breit machte:"Das ist so gar nicht meins"...
Einen Zugang zur Geschichte zu finden, fiel mir nicht leicht. Anstatt einer tendenziell leichten Sommerlektüre handelt es sich bei "Septembermeer" um eine eher schwermütige Geschichte, deren Charaktere leider wenig sympathisch wirkten.
Während des Lesens war ich stellenweise wirklich sehr hin- und hergerissen. Auch was den Schreibstil angeht. Zum Teil fand ich ihn ganz bezaubernd, da er sehr poetisch und wirklich besonders ist, aber im Großen und Ganzen war mir die Erzählweise dann leider doch häufig zu langatmig.
Es ist mir leider einfach nicht gelungen, einen richtigen Zugang zur Geschichte und den Charakteren zu finden.
Echt schade! Es ist mir schon länger nicht mehr passiert, dass mich ein Buch so gar nicht packt und es tut mir doppelt leid, dass es ausgerechnet in einer Leserunde passiert ist.
Die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und der atmosphärische Schreibstil der Autorin sind, um ehrlich zu sein, das Einzige, was mich zum Weiterlesen motiviert hat. Zwischendurch hat dieser Roman wirklich wundervolle Textpassagen, die auch mein Herz berühren, obwohl ich mit dem Buch im Großen und Ganzen leider einfach nicht richtig warm geworden bin.
Vielleicht war es für mich auch einfach der falsche Lesezeitpunkt. Ich habe viel darüber nachgedacht, warum mir der Zugang nicht gelungen ist. Vielleicht bin ich wirklich so ein Winterbücher im Winter, Frühlingsbücher im Frühjahr, Sommerromane im Sommer und Herbstlektüre im Herbst Typ. Vielleicht hätte ich die Geschichte im Spätsommer oder Herbst ein Stück weit anders empfunden oder aufgefasst...
Letztlich hat der Klappentext aber auch einfach völlig falsche Erwartungen in mir geweckt. Meine Erwartungen hinsichtlich dieses Romans gingen aufgrund der Kurzbeschreibung in eine völlig falsche Richtung, was letztlich zu Enttäuschung geführt hat. Dies ist letztlich für alle Beteiligten irgendwie schade. Man ist selbst enttäuscht und irgendwie tut es einem zugleich auch Leid, dem Verlag und der Autorin dann kein positiveres Feedback geben zu können.
"Septembermeer" war einfach nicht mein Roman. Ich hab das Buch zu Ende gelesen, da es sich um ein Leserundenexemplar gehandelt hat, muss zugleich aber auch offen sagen, dass ich den Roman wahrscheinlich nach den ersten paar Kapiteln zugeschlagen hätte, wenn ich ihn mir selbst gekauft hätte.
Ich bewerte "Septembermeer" mit drei von fünf Sternen. Zwei Sterne wären es für mich persönlich bezogen auf die Handlung und die Charaktere gewesen. Der zum Teil jedoch wunderschöne und einzigartige Schreibstil von Gabriela Jaskulla haben mich letztlich aber dazu bewogen, drei Sterne zu vergeben.

Fazit: Leider ganz anders als erwartet. "Septembermeer" hat einfach nicht meinen Lesegeschmack getroffen, trotz des zum Teil besonders schönen Schreibstils der Autorin.

Beurteilung:
3/5 Sternen

Vielen lieben Dank an Lovelybooks, die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung dieses Leserundenexemplars.

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