Sonntag, 24. Juli 2016

Rezension: Geradeaus ist keine Himmelsrichtung

Irene Zimmermann: Geradeaus ist keine Himmelsrichtung
Taschenbuch (368 Seiten), € 9,99
Roman, Diana Verlag
ISBN 978-3-453-35892-8
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
„Geradeaus das Leben entlang, dann links abbiegen Richtung Glück

Karola, Regine und Giulia müssen fliehen – und zwar sofort. Eigentlich wollten sie nur ein Auto von Zürich nach Deutschland überführen, die 1,5 Millionen im Kofferraum gehörten nicht zum Plan. Denn das Geld war sicher nicht für sie gedacht, und irgendwer wird es vermissen. Aber einfach zurückgeben wäre ja auch blöd. Kurzerhand fahren die drei Freundinnen zu Karolas Tante aufs Land, wo sie die kleine Gemeinde und die Männerherzen gehörig durcheinanderwirbeln …

Covergestaltung: 
Das Cover verspricht einen unterhaltsamen Frauenroman und verweist bereits auf einen turbulenten Road-Movie.

Meine Meinung: 
"Geradeaus ist keine Himmelsrichtung" von Irene Zimmermann habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen. Zu Beginn habe ich mich ein bisschen schwer getan, da ich erstmal in die Geschichte reinfinden musste. Anfangs war mir alles etwas zu konstruiert und vorhersehbar und die Charaktere waren mir auch etwas zu naiv, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat mich die Geschichte dann zum Glück doch noch gepackt. Plötzlich kamen einige Wendungen ins Spiel, mit denen ich so nicht gerechnet hätte, die aber den Spannungsfaktor richtig erhöht haben. Der Autorin ist es gelungen, mich öfters herzhaft zum Lachen zu bringen - was nicht nur an der chaotischen Story und dem erfrischenden, humorvollen Schreibstil liegt, sondern auch an den Protagonistinnen. Was für ein Damengespann. Drei sehr unterschiedliche Frauen, die zusammen einfach zum Brüllen sind. Man begleitet sie als Leserin gern durch diese Story und ist stets gespannt, was ihnen als nächstes widerfährt. Lustige Ereignisse sind jedenfalls garantiert. Im Großen und Ganzen ist "Geradeaus ist keine Himmelsrichtung" ein wirklich witziger Frauenroman, der sich locker leicht und flott weg lesen lässt. Als besonders positiv empfunden habe ich das Tempo, was für ordentlich Schwung sorgt. Es war weder langatmig, noch langweilig. Dennoch gibt es leider auch einige Kritikpunkte. Manchmal wirkte einfach alles zu zugespitzt, nahezu schon überspitzt auf mich. Die Grenze zwischen "humorvoll" und schon fast "etwas zu albern" ist manchmal leider etwas verschwommen. In einigen Szenen wollte die Autorin zu viel, sodass sie überladen wirkten und doch etwas zu unrealistisch. Doch trotz dieser kleinen Kritikpunkte, unterhält dieser chaotische Roadtrip definitiv. Wenn man sich beim Lesen einfach nur berieseln lassen möchte, kann man sehr gut zu diesem Roman greifen. Als Sommerlektüre ist er zu empfehlen. Ich habe hin und her überlegt, ob ich das Buch mit drei oder vier Sternen bewerten soll. Letztlich handelt es sich um einen gelungenen Frauenroman, den ich weiterempfehle, auch wenn ich schon stärkere Romane aus diesem Genre gelesen habe (z.B. von Ellen Berg). Da die Autorin reflektierend aber doch einiges richtig gemacht hat, vergebe ich knapp solide vier Sterne - trotz einiger Schwachstellen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Frauenroman, mit kleinen Schwachstellen. Empfehlenswert für alle Leserinnen, die gerne Road-Movies verschlingen und dabei lachen möchten.

Beurteilung:
4/5 Sternen

Vielen lieben Dank an Lovelybooks, die Autorin und den Diana Verlag für die Bereitstellung dieses Leserundenexemplars.

1 Kommentar:

  1. Road-Movie war auch mein erster Gedanke, zumindest was den ersten Teil des Romans betrifft. Danach änderte sich allerdings der Charakter, was mich schon etwas wunderte.

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