Dienstag, 30. Juni 2015

Buchempfehlung: Inselhochzeit

Sandra Lüpkes: Inselhochzeit
Taschenbuch (320 Seiten), € 9,99
Roman, rororo
ISBN 978-3-499-27039-0
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
Ob Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog oder Wangerooge - an dieser von Sandra Lüpkes so liebevoll beschriebenen Insel kommen Urlauber nicht mehr vorbei.
«Die Liebe ist wie das Wattenmeer der Nordsee: Erst wenn die Strömungen des Alltags sie bedecken, wird deutlich, wo die eigentlichen Gefahrenstellen lauern.»
Jannike hat es gewagt: Auf der kleinen Nordseeinsel konnte sie das heruntergekommene Leuchtturmwärterhaus in ein charmantes Hotel verwandeln. Genauer: in ein romantisches Hochzeitshotel! Ob Heiratsantrag beim Dünenpicknick oder Hochzeit im Watt – Jannike macht alles möglich. Doch ihr eigenes Liebesleben liegt brach. Erst, als der ehemalige Postbote Mattheusz auf die Insel zurückkehrt, schöpft sie neue Hoffnung. Läuten am Ende die Hochzeitsglocken der kleinen Inselkirche auch für Jannike? “

Covergestaltung: 
Das Cover ist einfach herrlich. Es versprüht regelrechtes Sommerfeeling und verspricht eine tolle Inselgeschichte.

Meine Meinung: 
Nachdem ich von „Das kleine Inselhotel“ bereits so begeistert war, stand für mich sehr schnell fest, dass ich „Inselhochzeit“ einfach lesen muss! Ich habe das Buch gleich als erstes in meinem Sommerurlaub an der Ostsee gelesen. Egal ob Nordseeinsel oder Ostseeinsel - es war die ideale Urlaubslektüre und hat mir den Start in den Urlaub unheimlich versüßt. Dies lag vor allem daran, dass ich mich überhaupt nicht einlesen musste. Da ich, wie gesagt, bereits den ersten Band gelesen, rezensiert und geliebt habe, war ich sofort in der Geschichte drin. Das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren war ein wahrer Genuss. Meiner Meinung nach, kann man „Inselhochzeit“ aber auch sehr gut lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. „Inselhochzeit“ versprüht regelrechtes Sommerfeeling und ich konnte mich beim Lesen richtig schön entspannen. Die Idee mit dem Hochzeitshotel fand ich zudem sehr innovativ und besonders. Der Wohlfühlfaktor ist extrem hoch. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so sehr habe ich jede einzelne Seite genossen. Der Schreibstil von Sandra Lüpkes ist angenehm und leicht, einfach perfekt für den Sommer, in dem man sich eine lockere und leichte Lektüre wünscht, von der man sich einfach ein wenig berieseln lassen kann. Dennoch war die Handlung an keiner Stelle zu flach, sondern stets sehr unterhaltsam. Es wird nie langweilig mit Jannike und Co und ich habe mich beim Lesen dieses Leserundenabschnitts einfach pudelwohl gefühlt. Es geht turbulent zu auf der Insel und ich fand den Roman an keiner Stelle zu langatmig. Auch die Zusammensetzung der Charaktere finde ich äußerst gelungen. Ein bunter, vielseitiger Haufen, der wirklich sehr unterhaltsam ist. Ich finde das Buch so richtig schön authentisch. Eine Geschichte, die das Inselleben und die damit verbundenen Vorzüge aber auch Schwierigkeiten ganz wunderbar einfängt. Ich habe das Buch größtenteils am Strand gelesen und es war für mich die perfekte Urlaubslektüre. Ich habe den Roman zugeschlagen und richtig schön geseufzt, da er einfach Spaß gemacht hat und auch so richtig was fürs Herz war.
Die Vorfreude auf den nächsten Band spüre ich schon richtig. Ich werde die Reihe auf jeden Fall fortsetzen. Von mir gibt es fünf Sterne für dieses tolle Leseerlebnis.

Fazit: Dies war ein Buch zum Wohlfühlen und leider viel zu kurz. Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Aber wie die Autorin im Rahmen der Leserunde verraten hat, dürfen wir uns zum Glück auf Nachschub freuen!

Beurteilung:
5/5 Sternen

Vielen lieben Dank an den rororo Verlag, die Autorin und an Lovelybooks für die Bereitstellung dieses tollen Leserundenexemplars.

Montag, 29. Juni 2015

Rezension: Zum wilden Eck

Fritzi Sommer: Zum wilden Eck
Taschenbuch (368 Seiten), € 8,99
Roman, HEYNE
ISBN 978-3-453-41851-6
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
„Auf den richtigen Riecher kommt es an!
Die Möpse Henri, Viktor und Wilma haben es richtig gemütlich bei ihrem Frauchen Josi. Fast ein bisschen zu gemütlich, findet Henri. Als Josis Onkel Fritz unerwartet stirbt und ihr den Campingplatz »Zum wilden Eck« hinterlässt, kommt endlich Schwung in die Bude. Denken die Möpse! Doch leider liegt der Campingplatz weit weg vom schicken Hamburg und hat wenig Komfort zu bieten. Dafür aber einige Abenteuer, denn Conny, der gute Geist vom wilden Eck, liegt eines Tages tot in der Hollywoodschaukel. Definitiv eine Tote zu viel! Aber was wäre ein Hundeleben ohne Schnüffeleien?“

Covergestaltung:
Das Cover mochte ich auf Anhieb sehr. Es passt super zur Geschichte, ist mir gleich ins Auge gesprungen uns nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Meine Meinung: 
„Zum wilden Eck“ von Fritzi Sommer war als leidenschaftliche Camperin ein absolutes Must-have für diesen Lesesommer für mich. Umso größer war meine Freude, als mir der Heyne Verlag freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich habe diesen Mops-Krimi im Sommerurlaub auf einem Campingplatz an der Ostsee gelesen. Eine bessere Location gibt es wohl nicht. Ich bin Fritzi Sommers Schreibstil, dem wilden Eck, den Campern und natürlich den Möpsen Henri, Viktor und Wilma sehr schnell verfallen. Zwar war „Zum wilden Eck“ nicht der spannendste Krimi, den ich je gelesen habe, aber dies fand ich gar nicht weiter schlimm. Die Idee, die Geschichte aus der Perspektive eines Mopses zu erzählen ist super innovativ und goldig und der Erzählstil ist einfach unterhaltsam und liebenswert. Mir hat die Lektüre großen Spaß gemacht. Es war nie langweilig und ging immer sehr turbulent und abenteuerlustig zu. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich bei „Zum wilden Eck“ um ein tolles Sommerbuch handelt, welches dem Leser ein paar großartige, leichte Lesestunden beschert und daher empfehle ich es nur allzu gerne weiter. Von mir gibt es für dieses tolle Mops-Lesevergnügen vier von fünf Sternen.

Fazit: Nicht der spannendste Krimi aller Zeiten, aber für Camper und Hundefreunde ein absolutes Muss! 

Beurteilung:
4/5 Sternen

Vielen lieben Dank an den HEYNE Verlag für die Bereitstellung dieses tollen Rezensionsexemplars.

Sonntag, 28. Juni 2015

Zurück aus der Sommerpause

Liebe Bücherfreunde,
ich melde mich zurück aus der Sommerpause.
Ein paar unvergessliche Wochen an der Ostsee liegen hinter mir.
Nach einem wunderbaren Urlaub fühlt man sich zwar immer ein wenig wehmütig, aber ich freue mich nun auch wieder aufs Bloggen, viele tolle neue Bücher und den Kontakt mit euch!
Ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr hattet in den vergangenen Wochen stets ein geniales Buch zur Hand :)
In den kommenden Tagen wird es einige Rezensionen von mir geben, denn selbstverständlich haben mich in letzter Zeit auch viele tolle Geschichten begleitet und ich möchte meine Meinung natürlich mit euch teilen.
In diesem Sinne: Euch allen noch einen schönen Abend und bis ganz bald!
Liebste Grüße,
Jasmin 

Freitag, 5. Juni 2015

Rezension: Cottage gesucht, Held gefunden


Susan Elizabeth Phillips: Cottage gesucht, Held gefunden

Taschenbuch (512 Seiten), € 9,99
Roman, Blanvalet
ISBN 978-3-7341-0111-3
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
„Peregrine Island vor der Küste von Maine. Annie Hewitt war sich sicher, nie wieder zurückzukehren. Und nun ist sie doch da – pleite, mut- und heimatlos, aber noch nicht bereit aufzugeben. Denn hier, auf dieser Insel, soll im Moonraker Cottage, dem Sommersitz ihrer Familie, der Nachlass ihrer Mutter versteckt sein. Annies Plan: ihr Erbe suchen, möglichst wenig auffallen und möglichst schnell wieder abreisen. Vor allem will sie unbedingt ein Aufeinandertreffen mit Theo Harp vermeiden. Er war ihre große Liebe. Doch jetzt ist er der Mann, den sie am meisten fürchtet. Und natürlich ist Theo der Erste, dem sie in die Arme läuft …“

Covergestaltung:
Das Cover ist einfach wundervoll! Es ist sommerlich gestaltet und passt hervorragend zu einem Inselroman. Ganz bezaubernde Gestaltung!

Meine Meinung:
„Cottage gesucht, Held gefunden“ ist gleich auf meine Wunschliste gewandert, als ich das Buch zum ersten Mal entdeckt habe. Cover, Kurzbeschreibung, Titel und Autorin: hier passte einfach alles! Ich lese unheimlich gerne Inselromane und so war dieser ein absolutes Must-have für mich. Voller Vorfreude habe ich mich auf den Roman gestürzt und habe das Lesen in vollen Zügen genossen. Susan Elizabeth Phillips weiß, wie man das Leserherz einer Frau glücklich macht. Sie ist eine erstklassige Autorin. Dies stellt sie in „Cottage gesucht, Held gefunden“ wieder einmal unter Beweis. Sie hat mich mit ihrer Geschichte rund um Annie, Theo und die restlichen Inselbewohner, übrigens allesamt sehr interessante Charaktere, komplett in ihren Bann gezogen. Ihr Schreibstil ist in diesem Werk extrem fesselnd und einmal mit dem Lesen begonnen, kommt man nicht mehr so schnell los von diesem Buch. Es hat eine regelrechte Sogwirkung. Der Schauplatz hat mir zudem großartig gefallen. Susan Elizabeth Phillips hat mich mit diesem Roman komplett überrascht! Er war, obwohl er mir so gut gefallen hat, völlig anders als erwartet. Ich dachte die ganze Zeit, dass mich ein leichter Sommerroman, verbunden mit einer romantischen Liebesgeschichte, erwarten würde, doch die Autorin legt eine düstere und spannende Inselstory vor, die im tiefsten Winter spielt. Die Story, die sie hier erzählt, ist richtig gut - gar keine Frage. Dennoch muss ich gestehen, dass ich sie lieber in den Wintermonaten gelesen hätte. Dann wäre es für mich das perfekte Leseerlebnis gewesen. Jetzt in den warmen Monaten des Jahres, in denen ich auch gerne draußen im Garten lese, fand ich einen Winterroman – trotz seiner starken Handlung – etwas gewöhnungsbedürftig und vergebe aus diesem Grund „nur“ vier Sterne, diese jedoch von ganzem Herzen. Man sollte sich diesen tollen Roman der Bestseller-Autorin auf keinen Fall entgehen lassen! Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus. Doch wer wie ich, gerne Jahreszeiten bezogen liest, sollte sich das Buch vielleicht lieber für die Wintermonate aufbewahren. 

Fazit: Fans von guten Inselromanen, in denen es nicht nur gefühlvoll, sondern auch spannend zugeht, dürfen sich „Cottage gesucht, Held gefunden“ auf keinen Fall entgehen lassen. Suchtgefahr garantiert!

Beurteilung:
4/5 Sternen

Vielen lieben Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses tollen Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Buchempfehlung: Verliebt noch mal



Kristina Günak: Verliebt noch mal

Taschenbuch (320 Seiten), € 9,99
Roman, LYX EGMONT
ISBN 978-3-8025-9383-3
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
„Physiotherapeutin Thea traut ihren Ohren nicht, als der Vermieter ihrer Hausgemeinschaft die fristlose Kündigung ausspricht. Dabei läuft doch gerade alles so gut: Sie hat eine erfolgreiche Praxis und ihre skurrilen, aber liebenswerten Mitbewohner so ins Herz geschlossen, dass sie eigentlich nie wieder umziehen wollte. Außerdem lässt Schröder, der gut aussehende neue Nachbar, Theas Herz bei jeder Begegnung höher schlagen – und das, obwohl sie sich eigentlich eine bisher sehr erfolgreiche Männerpause verordnet hatte! Ein gemeinsames neues Zuhause für alle zu finden scheint aussichtslos, doch zum Glück kommt bei Thea meistens alles anders als gedacht…“

Covergestaltung:
Das Cover versprüht gute Laune! Es passt toll zu einem kurzweiligen Frauenroman und ist einfach niedlich gestaltet.

Meine Meinung:
Von Beginn an war ich sehr angetan von diesem tollen Frauenroman. Ich habe die Bücher der Autorin, die sie  unter dem Namen Kristina Steffan veröffentlicht hast, bereits gelesen und da mir diese sehr gut gefallen haben, war ich mir sicher, dass mir auch „Verliebt noch mal“ gefallen wird. Und so war es... Ich mag den Schreibstil von Kristina Günak unheimlich: angenehm und flüssig, leicht und dennoch nicht zu flach. Genau richtig, um sich beim Lesen etwas zu entspannen.
Thea ist eine wirklich tolle Protagonistin. Sie ist (genau wie ich) 27 Jahre alt und ich mag es immer sehr, wenn ich mich mit der Hauptfigur altersmäßig identifizieren kann. Ich mochte sie jedenfalls auf Anhieb und es hat mir Spaß gemacht, sie durch diese Geschichte und bei der Suche nach Mr. Right zu begleiten. Aber nicht nur Thea ist ein super Charakter. Auch die restlichen Hausbewohner bzw. Mieter wurden von der Autorin klasse entworfen. Ein bunt gemischter Haufen, alle auf ihre Art und Weise total liebenswert. Und auch Omi Ottilie ist ein Knaller. Sie ist einfach goldig. Eine richtig coole Socke. Auch Schröder habe ich sehr gemocht. Er ist irgendwie anders, aber anders im Sinne von gut. Ein toller männlicher Charakter. Die Geschichte rund um die Hausgemeinschaft ist sehr unterhaltsam, nie langweilig, sondern temporeich und turbulent. Ich habe mich eigentlich ständig aufs Weiterlesen gefreut, da mir dieses Buch so richtig Spaß gemacht hat. Es hat sich flott weglesen lassen und ich habe mich beim Lesen pudelwohl gefühlt und jede Seite genossen. "Verliebt noch mal" ist genau aus dem Stoff, der mein Herz höher schlagen lässt. Ein unterhaltsamer, aber auch romantisch frecher Frauenroman, der sich kontinuierlich ganz klar auf 5 Sterne Niveau bewegt. Ich habe mich die ganze Zeit über super unterhalten gefühlt und kann absolut nichts kritisieren. Als Leserin habe ich mitgelitten und mitgelacht und als großer Liebesromanfan war dieses Buch für mich ein Geschenk! Ich habe es von Anfang bis Ende geliebt. Es war eine Story mitten aus dem Leben, total authentisch und die vielen liebenswerten Charaktere haben die Handlung zu etwas Besonderem gemacht. Von mir gibt es selbstverständlich 5 Sterne für diesen tollen Liebesroman.

Fazit: „Verliebt noch mal“ war mein dritter Roman der Autorin und meine Begeisterung steigt von Buch zu Buch! Bitte ganz schnell mehr davon!

Beurteilung:
5/5 Sternen

Vielen lieben Dank an den LYX EGMONT Verlag, die Autorin und Lovelybooks  für die Bereitstellung dieses tollen Leserundenexemplars.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Buchempfehlung: Das Jahr des Rehs



Stephanie Jana & Ursula Kollritsch: Das Jahr des Rehs

Taschenbuch (272 Seiten), € 9,99
Roman, List
ISBN 9783548612867
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
„Schreib, Freundin, wie ist das Leben? Ein Buch, das jede Frau sofort ihrer besten Freundin schenken möchte Zwei Frauen, ein Jahr und unzählige E-Mails
Nach siebzehn Jahren Funkstille schreibt Bella Becker ihre erste E-Mail an Sabine Born. Früher unzertrennlich, hatten sich die Freundinnen aus den Augen verloren. Bine fühlt sich ihrer alten Freundin sofort verbunden, auch wenn die beiden Frauen unterschiedlicher kaum sein könnten: Journalistin Bella wohnt mit ihrem Sohn und ihrem notorisch abwesenden Lebensgefährten in Berlin. Bine ist Architektin und mit Mann und Kindern im hessischen Heimatort hängengeblieben. Das Einzige, was aus ihrer Vorstadt-Normalität hervorragt, ist ein überdimensionales Lichter-Reh im Garten. Zwischen Bella und Bine entspinnt sich ein reger E-Mail-Verkehr, über ein Jahr hinweg, durch kleine und große Krisen, sonnige Tage und durchtanzte Nächte. Mail für Mail, die mal poetisch und nachdenklich, mal herzerfrischend komisch sind, finden die beiden Freundinnen wieder zueinander.“

Covergestaltung:
Das Cover wirkte auf den ersten Blick für mich sehr unscheinbar. Doch das zarte Farbkonzept sowie das Motiv passen sehr gut zu dieser ruhigen, nachdenklichen Geschichte. Mit der Zeit habe ich mich sowohl in den Roman, als auch in das eher schlichte Cover verliebt.

Meine Meinung:
„Das Jahr des Rehs“ wurde mir initiativ vom List Verlag zugeschickt. Ich muss gestehen, dass ich anfangs etwas skeptisch war und mich gefragt habe, ob dieser Roman meinem Lesegeschmack entsprechen würde. Ich hatte Sorge, dass ich mich mit den Problemen der beiden Protagonistinnen nicht identifizieren könnte, da sie mit Anfang 40 ja in einer anderen Lebensphase stecken und dadurch auch mit anderen Problemen konfrontiert sind. Doch dieser E-Mail-Roman ging mir dennoch nicht mehr aus dem Kopf, da ich unheimlich neugierig auf die Umsetzung des Autorinnen-Duos war. Also habe ich kurz in den Roman hineingeschnuppert und es war sofort um mich geschehen! Meine Sorgen und Skepsis waren völlig unbegründet. Stephanie Jana und Ursula Kollritsch haben gemeinsam einen unglaublich starken und weisen Frauenroman geschrieben. „Das Jahr des Rehs“ ist ein Roman, der mir unter die Haut gegangen ist und der noch lange nachklingen wird. Es handelt sich um ein eher ruhiges und zartes Buch. Ein Buch, welches wunderbar philosophisch ist und ungemein zum Nachdenken anregt. Ein Buch, welches so unscheinbar daher kommt und sich von Seite zu Seite mehr ins Leserherz schleicht. Dies ist großartige Frauenunterhaltung mit Niveau! Es handelt sich um einen Roman über die Freundschaft, über die Liebe, über Verlust und über Neubeginn – ein Roman über das Leben in all seinen Facetten. Ich habe jede einzelne Zeile und E-Mail geliebt und ich bin mir sicher, dass „Das Jahr des Rehs“ eines der wenigen Bücher sein wird, die ich noch öfter in meinem Leben lesen werde, da es so unheimlich tiefgründig und authentisch ist.

Fazit:  „Das Jahr des Rehs“ ist eines der ehrlichsten und authentischsten Bücher, die ich in den vergangenen Jahren gelesen habe. Für mich bislang der Überraschungsroman 2015! Einfach wundervoll!

Beurteilung:
5/5 Sternen

Vielen lieben Dank an den List Verlag für die Zusendung dieses großartigen Leseexemplars.

Montag, 1. Juni 2015

Rezension: Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich



Shelly King: Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich

Paperback (336 Seiten), € 14,99
Roman, Kindler
ISBN 978-3-463-40656-5
Alle Infos zum Buch gibt es HIER!

Kurzbeschreibung des Verlags:
„Ein hinreißendes Debut für alle Buchliebhaber

Maggie hat gerade ihren hochdotierten Job in einem kalifornischen Internet-Startup verloren und findet Trost im „Dragonfly Books“, einem verstaubten Antiquariat um die Ecke. Statt auf Jobsuche zu gehen, liest sie eine Schmonzette nach der anderen, freundet sich mit dem schrulligen Besitzer des „Dragonfly“ an und lernt nebenbei den geheimnisvollen Fahrradfreak Rajhit kennen. Ihr bester Freund indessen sorgt sich um Maggies Zukunft und verschafft ihr Zutritt zum Lesezirkel einer wichtigen Managerin von Silicon Valley. D.H. Lawrences "Lady Chatterley" steht auf dem Programm. Als Maggie die uralte Ausgabe bei "Dragonfly Books" aufschlägt, entdeckt sie einen in das Buch gekritzelten Briefwechsel, der sie augenblicklich in ihren Bann zieht. Die leidenschaftlichen Botschaften zwischen zwei unbekannten Liebenden berühren sie zutiefst – und öffnen ungeahnte Türen in ihrem eigenen Leben …

Ein humorvoller Feelgood-Roman für alle, die insgeheim daran glauben, dass die große Liebe durch Bücher gefunden werden kann – und trotzdem in der Welt von heute leben.“

Covergestaltung:
Mich hat das Cover auf Anhieb angesprochen. Den Fokus bildet das Fahrrad, was sehr gut zum Frühling passt. Ganz besonders gefällt mir das Farbkonzept. Ich mag den Farbton "Koralle" sehr. Eine außergewöhnliche Farbe, die das Cover zu etwas Besonderem macht.

Meine Meinung:
Ich habe den Roman im Rahmen einer Leserunde gelesen und von Anfang an war ich geteilter Meinung. Vielleicht erst einmal das Positive: Die Handlung hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Bücher spielen eine große Rolle, was ich als begeisterte Vielleserin und Bloggerin natürlich fantastisch finde. Ich mag den Schauplatz "Dragonfly" (Buchhandlung) sehr. Er ist toll entworfen und beschrieben und ich kann mir bildlich alles sehr gut vorstellen. Eine ganz tolle Idee ist der Erzählstrang mit der alten Lady Chatterley Ausgabe und die damit verbundene "Liebesgeschichte" von Henry und Catherine. Sehr romantisch und spannend zugleich. Leider konnte mich der Roman trotz vieler positiver Ansätze nicht richtig überzeugen. Weniger gut gefallen hat mir die Tatsache, dass ich die Charaktere  nicht überaus sympathisch fand. Sie waren mir auch nicht unsympathisch, aber ich habe sie einfach nicht richtig in mein Herz geschlossen, nicht zu allen einen Zugang gefunden und teilweise waren sie mir einfach zu blass und farblos. Die Grundidee des Romans finde ich sehr gelungen und innovativ, wirklich etwas Besonderes. Aber  mit der Umsetzung habe ich mich schwer getan. Ich glaube, es lag einfach am Schreibstil. Mir war einfach nicht genug Tempo in der Geschichte drin, wodurch das Lesen sich für mich persönlich als ein wenig zäh heraus gestellt hat. Ich verspürte irgendwie einfach nicht diesen Drang unbedingt weiterlesen zu wollen, wodurch ich letztlich ca. einen Monat lang an diesem Roman gesessen habe, eine für mich unnormale Zeitspanne. Mich hat das Buch  nicht richtig gefesselt und ich musste mich teilweise echt zum Weiterlesen motivieren. Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn die Grundidee gefiel mir so gut, aber die Autorin hätte so viel mehr aus dieser Geschichte herausholen können. Ich habe das Gefühl, dass sie einfach nicht richtig auf den Punkt gekommen ist und teilweise auch zu sehr abgedriftet ist bzw. sich in Nebensächlichkeiten verloren hat, wodurch ein richtiger roter Faden für den Leser oft nicht greifbar war. Das Ende des Buches war jedoch wirklich sehr schön. Es hat mich berührt und mich mit dem Roman versöhnt. Hier zeigt die Autorin, was sie wirklich drauf hat. Schade, dass sie über weite Strecken des Romans nicht so glänzen konnte, wie in den letzten Kapiteln.
Insgesamt betrachtet, handelt es sich um ein mittelmäßiges Buch für mich und daher werde ich auch drei Sterne vergeben.

Fazit:  Keine schlechte Story, nur teilweise einfach zu langatmig für meinen Geschmack. Für alle Buchliebhaber spreche ich dennoch eine Leseempfehlung aus!

Beurteilung:
3/5 Sternen

Vielen lieben Dank an den Kindler Verlag und an Lovelybooks für die Bereitstellung dieses Leserundenexemplares.